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Hogarth, William (1697 London 1764). The Weighing House. In kurioser Darstellung halbkreisförmig an neun Personen zwischen Erde und Wiegebalken das geistige Gewicht zwischen Tumbheit und Narrheit zeigend. Im Hintergrund hinter einer Mauer herrschaftliches Anwesen. Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818). Bezeichnet: To face Page 25, Vol. I. Physiognomy. / Hogarth pinxt. / T. Cook sculpt. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, Jany. 1st. 1809., ansonsten wie oben bzw. nachfolgend. 14,4 x 17,7 cm.

William Hogarth, Weighing House (Cook klein)

„ A. absolute Gravity. B. Conatus against absolute Gravity. C. partial Gravity. D. comparative Gravity. E. horizontal, or good Sence. F. Wit. G. comparative Levity, or Coxcomb. H. partial Levity, or pert Fool. I. absolute Levity, or Stark Fool. “

Gedacht als Illustration zu „Physiognomy; being a Sketch of a larger Work upon the same Plan; wherein the different tempers, passions and manners of men, will be particularly considered“, einem 1763 veröffentlichten humurösen Pamphlet des Rev. Clubbe, Rektor von Whatfield und Vikar von Debenham, der dieses daraufhin mit einer ausführlichen, auf die verschiedenen Aspekte seines Werkes eingehenden Widmung an Hogarth versah.

Von besonderem Reiz die gewissen Abweichungen namentlich des Anwesens im Hintergrund gegenüber Hogarth’s eigenem Kupfer. Aber auch generell weit malerischer und im übrigen seitenverkehrt. – Cook „machte sich auch einen Namen als Hogarth-Stecher, dessen vollständiges Werk er … nachgestochen hat“ (Thieme-Becker) und dessen Ursprungsformat er im Gegensatz zu allen späteren Hogarth-Ausgaben in seiner ersten, früheren Ausgabe beibehielt. Für einige von Hogarth nicht selbst veröffentlichte Blätter wurde Cook zu deren Erststecher, wie er denn auch den Beifall eines zeitgenössischen Kenners wie Maximilian Speck von Sternburg fand. Hier indes vorliegend in Cooks volkstümlicher kleinerer, späterer Fassung. – Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten.

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„ Danke für den wunderbaren (Ridinger-)Scan … der meine Argumentation zur Verwechslung in der Staffierung der Porzellane dokumentarisch bestens belegt. Darf ich um Ihre Zustimmung bitten, ihn in meiner Arbeit zeigen zu dürfen? “

(Herr J. R., 7. Juni 2004)