English

„ Possibly  the  Most  Original  Actor

of  the  Eighteenth  Century “

Hogarth, William (1697 London 1764). Garrick in der Rolle Richard des Dritten. Hier „The tent scene, Act V, Scene 3, which was especially praised“ – der im Zelt aus seinem Traum hochschreckende König. Zur Linken das eigene Zeltlager und das Richmond’s, „so daß eine Schlacht unvermeidlich ist“. Stahlstich. Um 1840. Bezeichnet: Mr Garrick in the Character of Richard the Third. / Shakespear (sic!) Act 5, Scene 7 (sic!, recte 3), ansonsten wie vor. 14,3 x 16,9 cm.

Seitenrichtig zu Hogarth’s Öl von ca. 1745 (H. Cat. Tate Gallery 1971/72, 123 m. Abb.). – Unten unter Anschnitt der dritten Textzeile geschnitten.

William Hogarth, Garrick in der Rolle Richard III. (Stahlstich)

„ Dieses Bild wurde durch das erste Auftreten des britischen Roscius in der Rolle Richard’s III. auf dem Theater von Goodman’sfield (Lincoln’s Inn Fields) im Jahre 1741 veranlaßt, wodurch sich jener berühmte Schauspieler in der Art Bahn gebrochen hat, daß er vom ersten Augenblicke an bei der Nation die vollkommenste Anerkennung fand … Garrick hat die englische Bühne umgestaltet, und übt auch noch jetzt durch die Tradition seine Wirksamkeit, da sein Verfahren, die Charaktere Shakespeare’s darzustellen, von Geschlecht zu Geschlecht den Schauspielern überliefert wurde … Der ganze Leib (hier), vom Scheitel bis zu den Fußzehen, ist durch die Schrecken der andern Welt krampfhaft bewegt … “

(Lichtenberg). Und Schiller in seinem 1787er Der Geisterseher :

„ Wie? … die Zuckungen, die Ohnmacht, der ganze klägliche Zustand dieses Menschen … alles dieses wäre nur eine eingelernte Rolle gewesen? Zugegeben … so kann die Kunst des Akteurs doch nicht über die Organe seines Lebens gebieten. “ „ Was das anbetrifft, Freund — Ich habe Richard den Dritten von Garrick gesehen — “

Und „The design follows Le Brun’s ‚Tent of Darius‘“, so Lawrence Gowing im Katalog der Tate Gallery. Aufmerksam machend auch, daß der für das Öl empfangene Gegenwert von 200 £ „paid by Mr Duncombe, who commissioned the picture, remained a matter of pride to the painter“. Stütze hierfür dürfte nicht zuletzt jener reizvolle Brief des Meisters vom 21. Oct. 1746 über die „Proportions of Garrick and Quin“ sein, in dem er diese hübsche Summe mit den Worten begründet

„ … sold … on account of its Likeness which was the reason it was call’d Mr Garrick … & not any body else “ .

David Garrick’s (Heresford 1716 – bei London 1779) Beginning datiert aus eben jenem Jahre, zunächst in Ipswich, dann gleich siehe oben. 1746 ging er ans Covent Garden, 1747 kaufte er mit Lacy das Drury Lane, wo er sich bemühte, „namentlich den Geschmack an Shakespeares Dichtungen wieder zu erwecken“ (Meyers Konvers.-Lex., 4. Aufl.). 1776 zog er sich zurück. Beigesetzt wurde er in Westminster Abbey am Fuße des Denkmal Shakespeare’s. Er selbst schrieb 27 Lustspiele (siehe hierzu „The Farmer’s Return“). Und – als die Reverenz des großen Mimen an den Bruder im Geiste – auch die Grabinschrift Hogarth’s:

„ Farewell, great Painter of Mankind! / Who reach’d the noblest point of Art, / Whose pictured Morals charm the Mind, / And through the Eye correct the Heart.

„ If genius fire thee, Reader, stay; / If Nature touch thee, drop a tear; / If neither move thee, turn away, / For Hogarth’s honour’d dust lies here. “

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“ Beautiful Rugendas colour print arrived! Thanks very much for keeping me informed. Best regards ”

(Mr. J. R. L., June 11, 2004)