Köstlicher war wohl selten ein Frühstück …
Hogarth, William (1697 London 1764). Das Frühstück der Vermählten. Kupferstich von Bernard Baron (Paris ca. 1696 – London 1762). Bezeichnet: Engraved by B. Baron / Invented Painted & Published by Wm. Hogarth / According to Act of Parliament April 1st 1745. 38,7 x 46,7 cm.

Marriage à la Mode II. – Abbildung Hogarth-Katalog Zürich, 1983, 48. – Harmonischer, breitrandiger Abdruck wohl von der vom kgl. Kupferstecher James Heath (1757 London 1834) um 1822 überarbeiteten Platte („Selbst diese Abzüge sind heute aber relativ selten geworden“, Kunstgalerie Esslingen 1970; und Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., VIII [1888], 625: „Eine schöne Ausgabe“, geschätzt auch schon von zeitgenössischen Sammlern vom Range etwa eines A. T. Stewart [Catalog of the Stewart Collection, New York 1887, 1221, „fine plates“]). – Schwacher Wasserrand im rechten Seitenrand oben. – Das zweite Blatt dieser
„ schönste(n) gemalte(n) Satire des Jahrhunderts “
(Dobson in Thieme-Becker).
„ Der alte Graf scheint nun bereits aufgelöst und bei Wilhelm dem Eroberer zu sein … Sie haben vorige Nacht beide wenig oder gar nicht geschlafen; Sie, hier im Hause, nicht, und Er in einem andern … auch nicht … Es ist hier noch früher Morgen … und man frühstückt noch … Der junge Herr, der aber … die Nacht über um eine ganze schwere Campagne älter geworden ist, scheint, so eben von der Carosse abgeladen, sich hierher geworfen zu haben …
Die Figur ist ein Meisterstück ,
und unstreitig eine der besten , die Hogarth je gezeichnet hat .
Das wahre Sinnbild der Erschlaffung nach der wildesten Debauche aller Art … Wo das Geld stack, da stecken jetzt die Hände … und nun ein Wort von den Thaten der jungen Dame … Sie hatte dort in herrlichen ägyptischen Saale die Nacht hindurch Spielgesellschaft und Spiel mit Karten, jungen Herren und dergleichen, ein wenig Thee, ein wenig Concert und ein wenig Tanz. Man hat lange und wild gespielt … Einer der Tische hat seine Karten auf die Erde geworfen, die Pandecten des Whistspieles, Hoyle on Whist – Dieses Buch hat sich in der englischen Literär-Geschichte merkwürdig gemacht – , wurden mit Füßen getreten … “
(Lichtenberg).
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– – – Dasselbe in Kuperstich von Carl Heinrich Rahl (Hoffenheim 1779 – Wien 1843). (1818/23.) Bezeichnet: 22. / Plate 2. 21 x 26,7 cm.
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– – – Dasselbe in Kupferstich von Ernst Ludwig Riepenhausen (1765 Göttingen 1840, Univ.-Kupferstecher ebda.). Bezeichnet: 22. / W. Hogarth inv. pinx. / Riepenhausen del. & sc. 23,5 x 28,4 cm. – Riepenhausens Stiche nach Hogarth („sehr schätzbar“, Nagler) zählen zu seinem Hauptwerk und werden nicht zuletzt der Seitenrichtigkeit wegen den Hogarth’schen Kupfern teilweise sogar vorgezogen.
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– – – Dasselbe in Lithographie. (1833/36.) Bezeichnet: 8. / Die Heirath nach der Mode. 2tes. Blatt. 21,5 x 23,3 cm. – Ausführlicher Untertext à la Lichtenberg in Deutsch.
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(Mrs. B. P., March 24, 2003)

