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Hogarth, William (1697 London 1764). Hanfklopfen im Arbeitshaus. Etliche Frauen und zwei Männer, angetrieben vom Aufseher und dessen Frau. Kupferstich von Carl Heinrich Rahl (Hoffenheim 1779 – Wien 1843). (1818-23.) Bezeichnet: 10. / Plate 4. 21 x 26,5 cm.

DER WEG EINER BUHLERIN IV. – Zusätzlich von kulturhistorischem Interesse die Darstellung verschiedener Hilfsmittel für Fälle erlahmenden Arbeitswillens. Auf eines weist der Zuchtmeister soeben drohend hin: auf den am Boden und Klopfpflock verankerten eisernen Fußring, der noch frei ist, indes sich an einem anderen Instrument derweil schon einer der Männer unter dem Motto „Better to Work than Stand thus“ ausruhen darf. Auf dem Boden vor dem Block des anderen hingegen die den Falschspieler ausweisende zerrissene Spielkarte. – Lichtenberg:

„ Unsere Heldin ist nämlich nach dem Zuchthause gebracht worden … um in den Nebenstunden, aus welchen hier, leider! der Tag größtentheils besteht, Hanf zu klopfen, oder wenn dieses nicht gut gehen will, sich selbst klopfen zu lassen. Auch hat man in diesem Fall oft Erlaubniß, auszuruhen, so wie der Kerl hinter dem Mädchen, der, wie einmal ein Knabe glaubte, der dieses Blatt sah, Sperlings=Nester ausheben will … Aber wissen unsere Leser wohl, wer diesem Folterknecht ähnlich sah? Wie ein Ei dem andern, der Herr Magister Thwakum … Gleich hinter unserer Heldin steht das Weib dieses Haushofmeister und hält eine Geißel anderer Art über dem Haupte der Dulderin gezückt … Soviel von des Zuchtmeisters – Zuchtmeisterin. “

Angebots-Nr. 7.631 / verkauft

komplette Exemplare der Folge sowie weitere Einzelblätter verfügbar


“ Thank you so much for that comprehensive background to the above titled (Brierly) print which has intrigued me … ”

(Mr. R. H., July 12, 2014)