„ … aber leider ! “
Hogarth, William (1697 London 1764). Rehearsal of the Oratorio of Judith. Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818). Ca. 1800. Bezeichnet wie vor sowie im Bild: Judith: an Oratorio; or sacred drama by. 19,5 x 17,2 cm.

Abbildungen der 1732er Hogarth-Radierung siehe Hogarth-Kataloge Tate Gallery, 1971/72, 81 (mit dem Quittungstext der Zustände 1 + 2) + Kunsthaus Zürich, 1983, 21 (ohne den ab 3. Zustand erledigten Text, von dem nur noch das „Rec(eive)d“ übrigblieb), jeweils mit Abbildung. – Diente als Subscriptionsschein für das unsterbliche Herren-Sujet „A Midnight Modern Conversation“.
Hauptfigur dieses köstlichen Blattes ist der seinerzeitige Kapellmeister Wilhelm von Fesch, der hier mit dem Chor sein Oratorium Judith – mit dem Text von William Huggins, beide nicht erst heute längst vergessen – einübt.
„ Hogarth … hat allen Gesichtern … so viel sprechendes beigelegt, daß man nicht einen Augenblick bezweifeln kann, wie angelegen es sich alle sein lassen, die Zufriedenheit und den Applaus des Publikums zu erringen … aber leider! “
(Lichtenberg).
Sehr schöner Abdruck auf festem Papier. – Im weißen Oberrand schwacher Wasserstreifen, links und unten innerhalb des breiten Plattenrandes geschnitten. – Cook „machte sich auch einen Namen als Hogarth-Stecher“ (Thieme-Becker).
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– – – Dasselbe in Cook’s kleinerer Wiederholung. Bildgröße 17 x 14 cm. – Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes, der ganz außen etwas gebräunt ist, geschnitten.
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– – – Dasselbe in Kuperstich von Carl Heinrich Rahl (Hoffenheim 1779 – Wien 1843). (1818/23.) 21,3 x 18,6 cm.
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– – – Dasselbe in Kupferstich von Ernst Ludwig Riepenhausen (1765 Göttingen 1840, Univ.-Kupferstecher ebda.). 20,3 x 18,4 cm. – Riepenhausens Stiche nach Hogarth („sehr schätzbar“, Nagler) zählen zu seinem Hauptwerk und werden nicht zuletzt der Seitenrichtigkeit wegen den Hogarth’schen Kupfern teilweise sogar vorgezogen. – Schöner früher Abdruck mit leichtem Plattenton.
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– – – Dasselbe von Riepenhausen wie vor, doch auf besonders festem Papier, wohl um 1850. – Namentlich der breite Ober- sowie linke Rand etwas leimspurig, die rückseitigen einzelnen Stockflecken im Bereich des breiten Plattenrandes bzw. weißen Unterrandes bildseits kaum bemerkbar.
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– – – Dasselbe in Lithographie. (1833/36.) Der Chor. Bezeichnet wie vor, oben rechts irrig „64.“. 22,5 x 15,1 cm. – Ganz herrlich kontrastreicher Abdruck mit ausführlichem Untertext à la Lichtenberg in Deutsch:
„ Wilhelm von Fesch, ehemaliger Capellmeister in Antwerpen … gab sich alle mögliche Mühe diesem Oratorium in London Eingang zu verschaffen, aber leider blieb das Publikum bei der Aufführung nicht allein kalt, sondern man nöthigte ihm sogar, schon in der Mitte wieder aufzuhören, was freilich für einen Componisten, zumal wenn er für sich eingenommen ist, den höchsten Schmerz verursachen mußte. “
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(Mr. M. W., August 22, 2011)

