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„ Ein  armer  Teufel , den  man  gesetzt  hat ,

weil  er  nicht  zahlen  kann ,

soll  dafür  bezahlen , daß  man  ihn  gesetzt  hat “

( Lichtenberg )

Hogarth, William (1697 London 1764). Im Schuldturm. Die nunmehr unvermeidlich gewordene neue Station im Leben Rakewell’s. Den schäumenden Krug Porter wird der Junge wieder mitnehmen müssen, weil ja nicht einmal dem gleichzeitig erschienenen Unterschließer das Einstandsgeld gezahlt werden kann, ist doch auch das auf dem Tischchen neben ihm liegende Theaterstück von John Rich als damaligem Direktor von Covent Garden zurückgewiesen worden. Im Hintergrund am glühenden Ofen seines funktionsfähigen Labors ein Alchimist, der unbeirrt dem Golde nachspürt. Links die treue Sarah Young nebst Töchterchen. Der in Ohnmacht gefallenen ersteren soll ein Riechflacon zu neuem Lebensmut verhelfen, dargeboten von einem hilfreichen Fallit, der auch anderwärts unter die Arme zu greifen bemüht ist, wie die ihm entfallene

Denkschrift  zur  nationalen  Geldbeschaffung

bezeugt. Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818). Bezeichnet: Designed by Wm. Hogarth / Engraved by T. Cook / Published Aprl. 1st. 1797, by G. G. & J. Robinson, Pater-noster Row, London. / Pl. VII. 35,8 x 42 cm.

William Hogarth, Im Schuldturm (Cook)

The Rake’s Progress VII. – Mit mehrstrophigem Untertext. – Cook „machte sich auch einen Namen als Hogarth-Stecher“ (Thieme-Becker), dessen ursprüngliches Folio-Format er im Gegensatz zu allen späteren Hogarth-Ausgaben beibehielt. Erwähnenswert schön das Hell-Dunkel seines anstehenden Blattes.

Hogarth’s  großartige  Darstellung

des  Strafvollzuges  an  Insolventen

voll reizvoller Details. Es ist

eine  bierlose , eine  schreckliche  Zeit .

Und vom Meister mittel- oder unmittelbar selbst durchlebt. Denn nach Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., VIII, 624, brachte ihn seine Wirtin unbeglichener Schulden halber ins berüchtigte Fleet-Gefängnis – und erhielt dafür zu gegebener Zeit ihr entsprechendes Denkmal. Der Katalog Zürich von 1983 erwähnt indes nur das Einsitzen des Vaters.

Trotz allem aber auch eine Zeit ungebrochener Hoffnungen, wie sie nicht allein besagte fallende Denkschrift, sondern noch weit mehr der von dem übrigen lebhaften Geschehen unberührte Alchemist verkörpert:

„ … der ein Töpfchen nicht bloß zum Besten der Nation, sondern des ganzen menschlichen Geschlechts auf dem Feuer hat. Die philosophische Ruhe in des Mannes Gesicht und ganzer Haltung hat wirklich etwas sehr Gefälliges; man sieht, er hat warten gelernt, eine Kunst, die auch bei keinem Geschäft der Welt so nöthig ist, als beim Goldmachen … Die Freundschaft zwischen dem Manne und seinem Ofen ist doch in der That rührend, wenn man bedenkt, daß beide bloß ihrer Verbindung wegen hier sitzen, und jeder ohne den andern vielleicht etwas sehr viel Besseres hätte sein können. Dennoch halten sie zusammen, wie aus einem Stück … und füttern einander wechselseitig mit Hoffnungen und Kohlen bis zum Tag der Lösung des großen Problems. Weit kann dieser Tag hier unmöglich entfernt sein. Die Abzugs=Röhre durch das Gitterfenster ist zu gut angelegt, — es kann nicht fehlen; die Anstalt hingegen, wodurch das große Product in die Flasche geleitet werden soll, gar nicht sonderlich — es muß fehlen … der circulus in destillando ist hier nicht zu verkennen, die Vorlage ist dem Feuer näher als die Retorte, und während beide um den Besitz der Tinctur streiten, nimmt das unermeßliche Weite draußen Alles zu sich,

und  so  ergibt  sich  die  Auflösung  des  Problems “

(Lichtenberg).

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William Hogarth, Im Schuldturm (Cook klein)

– – – Dasselbe in Cook’s kleinerer, gemeinsam mit seinem Sohn gearbeiteter Fassung mit dem durch den Serientitel ersetzten Untertext. Bezeichnet: Pl. VIII. / Hogarth pinxt. / T. Cook & Son sc. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, Septr. 1st. 1808. Bildgröße 14,5 x 17,2 cm. – Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten.

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komplette Exemplare der Folge sowie weitere Einzelblätter verfügbar


„ vielen Dank für die schnelle und unkomplizierte Lieferung “

(Herr H.-G. S., 27. August 2008)