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Das Selbstportrait mit„ The Line of Beauty “Hogarth, William (1697 London 1764). Gulielmus Hogarth. Selbstportrait in halber Figur als Spiegelbild über – außerhalb des Ovals – Folianten mit seinem Hund Trump und Palette, eingefaßt von Draperie als spiegelbezogenem Sinnbild des Geheimnisvollen. Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818). Bezeichnet: Painted by W. Hogarth. / Engraved by T. Cook / Published June 1st 1801 by G. G. & J. Robinson Paternoster Row London, Titel wie vor. 38,7 x 29,2 cm.
Das schöne Selbstbildnis mit der Wellenlinie nebst „The Line of Beauty“ auf der Palette als dem in seiner „Analysis of Beauty“ von 1753 verdeutlichtem künstlerischen Credo. Hier folgend dem 1749er Stich, der seinerseits auf dem zu diesem gegenseitigen Öl von 1745 (Farbabbildung s. Hogarth Catalogue der Tate Gallery von 1971/72 S. 73) fußt. Auf jenem wie auf dem Öl die Palettenbezeichnung noch mit den Zusätzen „And Grace“ + „WH 1745“. Die Folianten hier unbetitelt geblieben.
(Cat. Tate Gallery S. 74). Infolge 1763er anderweitiger Nutzung der Portraitplatte von 1749 (siehe „The Bruiser“) und der sich daraus ergebenden Seltenheit von Abzügen gewinnt anstehendes Cook-Blatt an zusätzlichem Wert. Zumal Cook „sich auch einen Namen als Hogarth-Stecher (machte), dessen vollständiges Werk er … nachgestochen hat“ (Thieme-Becker) und dessen Ursprungsformat er im Gegensatz zu allen späteren Hogarth-Ausgaben in seiner ersten, früheren Ausgabe beibehielt. Für einige von Hogarth nicht selbst veröffentlichte Blätter wurde Cook zu deren Erststecher, wie er denn auch den Beifall eines zeitgenössischen Kenners wie Maximilian Speck von Sternburgs fand. – Von schönem Hell-Dunkel bestimmter Abdruck. – Schmaler Ausriß im breiten weißen Rand.
– – – Dasselbe in Cook’s volkstümlicher späterer, kleinerer Wiederholung. Bezeichnet: Hogarth pinxt. / T. Cook sculpt. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, March 1st. 1809., Titel wie vor. Bildgröße 15,4 x 12 cm. – Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten. Dieser schwach altersfleckig.
– – – Dasselbe in Punktierstich des Bartolozzi-Schülers Benjamin Smith (gest. ca. 1810). Bezeichnet: Painted by W. Hogarth. / Engraved by Benj. Smith. / William Hogarth. / From the Original in the Collection of John & Josuah Boydell. / Published June 2. 1795 by J. & J. Boydell … at the Shakespeare Gallery Pall Mall. 39,5 x 30 cm.
Nagler 33 und, Smith, 4. – Postume Stichfassung des malerischen Selbstbildnisses von 1745 für die von Boydell besorgte erste Gesamtausgabe (1790-1809), nachdem deren ursprüngliche von 1749 infolge anderweitiger Verwendung von deren Platte in 1763 untergegangen war (siehe „The Bruiser“). Im Gegensatz zum 1749er Stich seitenkonform zum Öl. Im übrigen mit der vollen Palettenbezeichnung „The Line of Beauty / And Grace / WH 1745“ und lesbaren Titeln für zwei der drei Folianten: Shakespeare bzw. Swift Works. – Späterer Abdruck auf starkem Papier („Selbst diese sind heute aber relativ selten geworden“, Kunstgalerie Esslingen 1970; und Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., VIII [1888], 625: „Eine schöne Ausgabe“). – Noch den rechten Bildrand tangierende diagonale Randquetschung sowie eine nur einige cm schwach sichtbare horizontale oberhalb der Folianten. Verstärktes Eselsohr oben rechts. Der breite weiße Rand stockstippig und mit schwachem Wasserrand unten links.
– – – Dasselbe in Stahlstich um 1840. Bezeichnet: William Hogarth. 14,3 x 10 cm. – Seitenkonform zum 1745er Öl, auch mit der vollen Palettenbezeichnung, doch anstelle des dortigen „WH 1745“ nur ein sich verlierendes „Will…“. Die Folianten titellos. – Horizontale Knickspur unterhalb des Bildes selbst.
(Mr. P. C., July 22, 2002) |