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Ein alter SportHogarth, William (1697 London 1764). Pit Ticket – Royal Sport. Die wettlustige Gesellschaft aller Stände beim Hahnenkampf. Radierung. Bezeichnet: Design’d and Engrav’d by Willm. Hogarth / Publish’d according to Act of Parliament Nov. 5th 1759. 32 x 38,7 cm. Abbildung Hogarth-Katalog Zürich, 1983, 79. – Harmonischer, breitrandiger Abdruck, vielleicht aus der von Boydell von 1790-1809 hrsg. Gesamtausgabe. Schwacher Wasserstreifen im breiten weißen Rand. Dort auch einige hinterlegte kleine Einrisse.
Mittelpunkt der dichtgedrängten Runde der auf den Londoner Wettveranstaltungen jener Jahre stets zu sehende „Blinde Lord“, auch hier mit dem Einsatz nicht geizend. „Dagegen auf der andern Seite … ein Wettender, welcher verliert, in beklagenswerter Stimmung … Neben dem mit seiner Lordschaft wettenden Schlächter sitzt eine Person, welche die verschiedenen Wetten aufzeichnet, ohne sich um die kämpfenden Thiere zu bekümmern. Alsdann folgt ein Beamter des Cockpit … welcher mit den Blicken eines erfahrenen Veteranen den hitzigen Kampf der beiden Thiere betrachtet … Seitwärts … (ein) Spieler, welcher eine Guinee auf den Kampfplatz wirft, um zur Wette herauszufordern. Letztere wird auch … von einem auf der entgegengesetzten Seite sitzenden Jockey angenommen, welcher mit dem Finger darauf hinweist … Eine letzte wettende Person … ist nur durch ihren Schatten eingeführt, welcher auf den Kampfplatz … geworfen wird. Es ist der Schatten eines Unglücklichen, der eine verlorene Wette nicht hat bezahlen können. Ein solcher wird nämlich nach den Gesetzen des Cockpit in einen Korb gesetzt, und in demselben an die Zimmerdecke hinaufgezogen. In dieser schmachvollen Lage wird der so Bestrafte von der allgemeinen Leidenschaft fortgerissen. Er hält seine Uhr zum Wetten hin …“ (Lichtenberg).
– – – – Dasselbe in breitrandigem Abdruck von der vom kgl. Kupferstecher James Heath (1757 London 1834) um 1822 überarbeiteten Platte („Selbst diese Abzüge sind heute aber relativ selten geworden“, Kunstgalerie Esslingen 1970; und Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., VIII [1888], 625: „Eine schöne Ausgabe“).
– – – Dasselbe in Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818). Bezeichnet: Hogarth pinxt. / T. Cook sculpt. / Published by Longman, Hurst, Rees, & Orme, Jany. 1st. 1808. Bildgröße 14,2 x 17,1 cm. – Innerhalb des breiten Plattenrandes geschnitten. – Cooks kleinere Wiederholung des Sujets.
– – – Dasselbe in Kuperstich von Carl Heinrich Rahl (Hoffenheim 1779 – Wien 1843). (1818/23.) Bezeichnet: 45. 22,4 x 28,7 cm. – Unterrand auf Plattenkante geschnitten, doch unwesentlich.
– – – Dasselbe in Kupferstich von Ernst Ludwig Riepenhausen (1765 Göttingen 1840, Univ.-Kupferstecher ebda.). Bezeichnet: 45 / W. Hogarth inv. / R. f. 23 x 29,7 cm. – Früher toniger Abdruck. – Riepenhausens Stiche nach Hogarth („sehr schätzbar“, Nagler) zählen zu seinem Hauptwerk und werden nicht zuletzt der Seitenrichtigkeit wegen den Hogarth’schen Kupfern teilweise sogar vorgezogen.
– – – Dasselbe von Riepenhausen wie vor, doch auf leicht getöntem minderen Papier.
– – – Dasselbe von Riepenhausen wie vor, doch auf besonders festem Papier, wohl um 1850.
– – – Dasselbe in Lithographie von C. C. Böhme. (1833/36.) Bezeichnet: C. C. Böhme litho. / Ein Hahnen Gefecht. 26,8 x 23,7 cm. – Oberrand tlw. auf Bildkante geschnitten. – Mit 19zeil. ausführlicher Untertext à la Lichtenberg in Deutsch.
– – – Dasselbe in Stahlstich um 1840. Bezeichnet: Das Hahnen-Gefecht. / The Cock Pit. 13,2 x 14,8 cm.
(Mrs. A. P., September 26, 2001) |