English

„ Ein  Meisterwerk

physiognomischer  Charakterschilderung “

( Thieme-Becker )

Hogarth, William (1697 London 1764). Simon Lord Lovat. Portrait, sitzend, des nach der verlorenen Schlacht von Culloden 16. April 1746 in einem hohlen Baum auf einer Insel in Loch Morar aufgespürten und nach St. Albans gebrachten, wegen Hochverrats (Jacobiten-Aufstand von 1745) verurteilten schottischen Edelmanns, genannt „Der Fuchs“, Chief of Clan Fraser und 11. Lord Lovat, zehn Tage vor seinem Tode am 9. 4. 1747 sich seine Chancen an den Fingern abzählend. Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818). Bezeichnet: Design’d by W. Hogarth / Engrav’d by T. Cook / London Published by G. G. & J. Robinson Paternoster Row December 1st 1800., ansonsten wie vor. 37,3 x 24,5 cm.

William Hogarth, Simon Lord Lovat (Cook)

Herrlicher Abdruck von schöner Hell-Dunkel-Wirkung auf festem Papier von großer Breitrandigkeit, dessen äußerster Rand stellenweise von schwachen Wasserrändern tangiert wird. – Cook „machte sich auch einen Namen als Hogarth-Stecher, dessen vollständiges Werk er … nachgestochen hat“ (Thieme-Becker) und dessen Ursprungsformat er im Gegensatz zu allen späteren Hogarth-Ausgaben in seiner ersten, früheren Ausgabe beibehielt. Für einige von Hogarth nicht selbst veröffentlichte Blätter wurde Cook zu deren Erststecher, wie er denn auch den Beifall eines zeitgenössischen Kenners wie Maximilian Speck von Sternburg fand.

Das thematisch dem March to Finchley zugehörende Portrait

„ ist durch den Ausdruck, worin man den oben geschilderten Mann vollkommen erkennt, eines der trefflichsten Werke des Künstlers. (Es) erschien in einem Augenblicke, wo ihm die politische Aufregung einen allgemeinen Erfolg sicherte … Acht Tage lang durfte die Presse Hogarth’s nicht ruhen … “

(Lichtenberg).

Denn obgleich ein den Tod verdienender Erz-Bösewicht, war das Volk der zahlreichen schon vorangegangenen Hinrichtungen überdrüssig geworden und

verlangte  energisch  ein  nunmehriges  Ruhenlassen  der  alten  Geschichten .

Was die Regierung zu respektieren wußte, da sie auch hierzu Manns genug war. Daher mag auch dieses Blatt aus dem klassischen Land des Parlamentarismus 270 Jahre später „in Deutschland besondere Theilnahme erregen“, wie Lichtenberg an anderer Stelle treffend bemerkte. Simon Fraser war der letzte, der in England geköpft wurde.

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– – – Dasselbe in Hogarth’s Eigen-Radierung in kräftigem, breitrandigem Abdruck von der vom kgl. Kupferstecher James Heath (1757 London 1834) um 1822 überarbeiteten Platte

William Hogarth, Simon Lord Lovat

(„Selbst diese Abzüge sind heute aber relativ selten geworden“, Kunstgalerie Esslingen 1970; und Meyers Konv.-Lex., 4. Aufl., VIII [1888], 625: „Eine schöne Ausgabe“, geschätzt auch schon von zeitgenössischen Sammlern vom Range etwa eines A. T. Stewart [Catalog of the Stewart Collection, New York 1887, 1221, „fine plates“]). Bezeichnet: Drawn from the Life and Etch’d in Aquafortis by Will.m Hogarth, / Published according to Act of Parliament August 25.th 1746 (sic!). / price 1 Shilling, ansonsten wie oben. 36,5 x 23,7 cm. – Nagler 28. – Abbildung Hogarth-Katalog Zürich, 1983, 46.

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William Hogarth, Lord Lovat (Cook klein)

– – – Dasselbe in Cook’s volkstümlicher späterer, kleinerer Fassung. Bezeichnet: Lord Lovat. / Hogarth pinxt. T. Cook sculp / Published by Longman, Hurst, Rees & Orme, Jan.y 1st. 1807. Bildgröße 17 x 12,6 cm. – Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten.

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William Hogarth, Simon Lord Lovat (Rahl)

– – – Dasselbe in Kuperstich von Carl Heinrich Rahl (Hoffenheim 1779 – Wien 1843). (1818/23.) Bezeichnet: 55., ansonsten wie oben. 24,6 x 19,3 cm.

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William Hogarth, Simon Lord Lovat (Riepenhausen)

– – – Dasselbe in Kupferstich von Ernst Ludwig Riepenhausen (1765 Göttingen 1840, Univ.-Kupferstecher ebda.). Bezeichnet:55 / Hogarth del., ansonsten wie oben. 23,3 x 18,3 cm. – Abdruck von leuchtendem Hell-Dunkel auf besonders festem Papier, wohl um 1850. – Riepenhausens Stiche nach Hogarth („sehr schätzbar“, Nagler) zählen zu seinem Hauptwerk und werden nicht zuletzt der Seitenrichtigkeit wegen den Hogarth’schen Kupfern teilweise sogar vorgezogen.

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– – – Dasselbe von Riepenhausen wie vor, doch auf leicht getöntem minderen Papier.

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William Hogarth, Simon Lord Lovat (Lithographie)

– – – Dasselbe in Lithographie von C. F. Heintz. (1833/36.) Bezeichnet: 27, ansonsten wie oben. 24,8 x 14 cm. – Historisch erläuternder ausführlicher Untertext in Deutsch.

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– – – Dasselbe in Stahlstich um 1840. Bezeichnet: Lord Lovat. 15,8 x 11 cm.

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„ mein Besuch gestern in Padingbüttel hat mir Freude bereitet. Die bei dieser Gelegenheit erworbenen (Ridinger-)Blätter sind eine Bereicherung meiner Sammlung. Ich beginne nunmehr mit der Erfassung in meiner Datenbank und bitte Sie, mir eine möglichst hoch auflösende Bilddatei der Eisbären zusenden. Vielen Dank “

(Herr M. T., 26. März 2014)