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lüder h. niemeyer

- seit 1959 -

 

Das  einzige  Portrait  von  Fielding

Hogarth, William (1697 London 1764). Henry Fielding. Ætatis XLVIII. Brustportrait nach links in ovalem Medaillon vor Mauer. Auf dem Sockel darunter Degen und – halb verdeckt – Waage als den Insiginien des Friedensrichters von Westminster, dominiert indes von zwei Masken und Lorbeer, vor allem aber Briefen und Büchern sowie Tintenfaß mit Schreibfeder für seine schriftstellerische Tätigkeit. Kupferstich von Thomas Cook (ca. 1744 – London 1818). Bezeichnet in der Medailloneinfassung wie oben. Bildgröße 20 x 13,5 cm.

William Hogarth, Henry Fielding (Cook klein)

National Portrait Gallery D11271. – Fielding – mit Hogarth ebenso befreundet wie mit dem großen Shakespeare-Mimen Garrick – , hatte Zeit seines Lebens keinem Maler gesessen:

„ Bei seinem Tode wurde der Wunsch von verschiedenen Seiten her ausgesprochen, ein Portrait von ihm zu haben. Hogarth … zeichnete vorliegendes Portrait mit der Feder und zeigte es Garrick, der den berühmten Romanschriftsteller auf der Stelle wieder erkannte. Hogarth selbst hat dieses Portrait nicht herausgegeben, überließ es aber anderen Künstlern seiner Zeit zur Benützung “

(Lichtenberg).

Unter den die „Statutes at Large“ zur Rechten bei weitem überwiegenden schriftstellerischen Werken Fieldings natürlich der Tom Jones und – aufgeschlagen – Amelia sowie die beiden Bände des Joseph Andrews, dessen Vorwort Bezug nimmt auf Hogarth als Comic History Painter, wie denn überhaupt die sozialen und moralischen Anliegen beider sich künstlerisch gegenseitig befruchteten. Wie umgekehrt denn auch Austin Dobson 1911 in der Encyclopedia Britannica schreibt:

„ Wenn wir ihn – wie er sich selbst gerne sah – mehr als ‚Autor‘ denn als ‚Künstler‘ betrachten, dann ist sein Platz bei den großen Meistern der Literatur – bei den Thackerays und Fieldings, den Cervantes und Molières. “

Cook „machte sich auch einen Namen als Hogarth-Stecher, dessen vollständiges Werk er … nachgestochen hat“ (Thieme-Becker) und dessen Ursprungsformat er im Gegensatz zu allen späteren Hogarth-Ausgaben in seiner ersten, früheren Ausgabe – die anstehendes Portrait nicht enthielt – beibehielt. Für einige von Hogarth nicht selbst veröffentlichte Blätter wurde Cook zu deren Erststecher, wie er denn auch den Beifall eines zeitgenössischen Kenners wie Maximilian Speck von Sternburgs fand. Hier indes vorliegend aus Cooks volkstümlicher späterer, kleinerer Hogarth-Ausgabe von 1806-09. – Innerhalb des breiten weißen Plattenrandes geschnitten.
Angebots-Nr. 14.748 / EUR  118. (c. US$ 164.) + Versand

 

William Hogarth, Henry Fielding (Stahlstich)

– – – Dasselbe in Stahlstich um 1840, doch Hogarth’s Vorlage folgend auf das eigentliche Portrait ohne Medaillon beschränkt und somit auch ohne die juristische bzw. Literaten- und Theaterstaffage. Bezeichnet wie oben. 14,8 x 12,2 cm. – Schwache Stockstippen innerhalb des Kopfbereiches und der Bezeichnung.
Angebots-Nr. 14.749 / EUR  49. (c. US$ 68.) + Versand

 


 

„ heute kam ich wieder nach Hause und fand die Bilder vor. Sie sind wohlbehalten angekommen und in einem guten Zustand … Vielen Dank für Ihre Mühe “

(Frau E. K., 24. Juni 2002)